Viele Touristen, wenige Euro – und die Griechen auf der Couch.

So sieht die griechische Presse den Tourismus im Jahre 2025.

Im Griechenland des Jahres 2025 bricht ein Touristenrekord nach dem anderen. Flughäfen, Häfen und Gassen sind überfüllt. Die „Schwerindustrie“ des Landes scheint – zumindest auf dem Papier – zu florieren. Doch mit steigenden Ankünften sinken die Einnahmen pro Besucher. Anders gesagt: Es kommen immer mehr Menschen, aber sie geben weniger aus. Und obwohl man erwarten würde, dass die Menschenmassen Geld einbringen, bringen sie am Ende nur … Trubel und Fotos auf Instagram.

Mittlerweile kennt der durchschnittliche Grieche die Inseln und beliebten Reiseziele nur noch aus Drohnenvideos auf YouTube. Die Preise sind so stark gestiegen, dass selbst eine Woche Urlaub schwieriger erscheint als die Steuererklärung. Vom Strand von Naxos bis zum Sonnenuntergang auf Santorin wird Kaffee in Raten bezahlt, und Souvlaki hält bald Einzug in die Speisekarten von Luxusrestaurants.

Und das Ironischste daran? Trotz der extrem hohen Kosten sind auch die Touristen nicht glücklich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist miserabel, die Infrastruktur erstickt und Gastfreundschaft wirkt mittlerweile wie eine lästige Pflicht.

Griechenland schafft es irgendwie, das folgende Paradox zu bewältigen: Es gilt als touristische Erfolgsgeschichte, ohne nachhaltig, fair oder profitabel zu sein. Ein Land, das alle willkommen heißt, aber seinen eigenen Bürgern nicht gerecht werden kann.

Vielleicht ist es an der Zeit, mit dem Zählen der Köpfe aufzuhören – und zu sehen, was Touristen wirklich hinterlassen. Denn Likes zahlen weder Miete noch füllen sie Kühlschränke. Quelle: Zarpanews.gr

11 Kommentare

  1. MIt der Finanzkrise fingen die Probleme an. Aber der große Nackenschlag war die Corona-Pandemie. Denn die fiel mit dem ohnehin bereits begonnenen Konsolidierungsprozess zusammen. Da haben viele kleinere private Geschäfte und Pensionen aufgegeben und das Feld den „großen Fischen“ überlassen. Der touristische Sektor wird systematisch aufgekauft und konzentriert und standardisiert. So ist das im Kapitalismus: die Kühe werden gemolken, bis sie umfallen. Keiner denkt an eine langfristige Balance.

  2. Also ich weiß nicht, in welchem Griechenland Sie waren, ich jedenfalls habe es die letzten 3 Wochen total anders erlebt.
    Aber so kennt man das ja mittlerweile, alles erstmal schlecht machen, mit dem üblichen Halbwissen.
    Danke, weiter so!

  3. Ich war vor zwei Wochen in Griechenland. Tinos, Mykonos und Athen. Ich kann Ihnen nicht zustimmen.
    Ich fand das Preis Leistungsverhältnis in Ordnung, sehr gutes Essen und sehr aufmerksamer Service. Sogar auf Mykonos habe ich in traditionellen Tavernen sehr gut gegessen. Die Hotelpreise waren angemessen. Eine Freundin von mir hat etwas außerhalb von Mykonos gewohnt, Nähe des Hafens, und hat für ein sehr schönes Hotelzimmer 60 Euro bezahlt und tollen Service.
    Ich beobachte, dass solche Artikel wie diese, nicht ausgewogen sind. Wenn es so schlimm wäre, würden nicht so viele Touristen nach Griechenland fahren. Fahren Sie mal an die Ostsee.

  4. Wir kommen sehr gern, am 15.8.2025 für 4 Wochen wieder nach Kreta, wie schon seid vielen Jahren. Wir reisen sehr gern über die Insel und freuen uns wieder Neues zu sehen und zu erleben. Wir wohnen privat und geben unser Geld sehr gern überall aus. Die kleinen Tavernen und Naturläden mit Kosmetik und Gewürzen sowie die Seifen sind für uns immer ein Muss!
    Und es gibt noch viel mehr. Doch dazu müssen die Touristen auch ihre Hotels verlassen und aus ihrer Komfortzone kommen.

  5. linker Dreck in Griechenland will das Land und das volk vernichten.
    Das Volk der Hellenen wird für sein erhalt gegen islam, sozialismus und eco mafia kämpfen müssen

  6. Mir stößt auch sauer auf, dass man jetzt auch noch Hafengebühr, Eintrittsgeld für Inseln, Tourismusabgabe in den Hotels berechnet nach Sternen bezahlen muss. Hotels 5* pro Zimmer 15€ , obwohl es ein abgewracktes Hotel ist. Sehenswürdigkeiten wie Akropolis/Museum sind auch sehr teuer geworden. Die Preise halten bestimmt viele ab, Kultur zu genießen und geben ihr Geld dann eher für Bier aus. Ich glaube, dass wir nicht mehr nach Griechenland kommen, da wir das Gefühl haben, wir sind die Kuh, welche gemolken werden soll. Schade, so ein kulturreiches Land, aber jetzt kann nicht mehr bei der Steuer geschummelt werden, dann werden eben die Touristen über den Tisch gezogen.

  7. Wir waren – nach 21 Jahren – im Juni endlich wieder mal 10 Tage auf Kreta.
    In einem kleinen Ort an der Nordküste, den wir kannten und in dem sich zwar manches geändert hat, aber nicht unbedingt zum Nachteil.
    Auch die Preise fanden wir in Ordnung.

    Wir können diese Aussage also in keinster Weise bestätigen!

  8. Ja,es ist traurig!
    Wir waren in diesem Jahr zum 25.mal auf Kreta.
    Wir haben dort gute Freunde,die eine Strandbar betreiben.Die war. dieses Jahr geschlossen,weil sie kein Personal finden.
    Andere haben uns gesagt das sie aus demselben Grund, für 6 Wochen erst mal schließen.
    Das hat mit Personal, Steuern ec. zu tun.
    Wir kommen nächstes Jahr trotzdem wieder.
    Kretaner sind ein tolles, freundliches und hilfsbereites Volk!!!
    Mit freundlichen Grüßen Jörg Kleiber.

  9. es ist so wie ich es auch bei den anderen Beiträgen gesagt habe. Die Touristen beschweren sich über die überdimensionalen Preise und kommt nicht mehr, oder er kommt aber er gibt kein Geld mehr aus….das ist Realität. Komm lass dein Geld da und verschwinde wieder. Ansonsten bleibt Zuhause….das ist nicht gut! Die Finanzkrise vor einigen Jahren hat den griechischen Politiker dazu gezwungen den Griechen kein Geld mehr zum Überleben zu lassen das wiederum zwingt den Griechen keine Lust mehr auf Vernunft zu haben sodass astronomische Preise entstehen die den Tourismus verjagen anstatt sie herzlich willkommen zu heißen.

  10. Wir können diese Aussagen nur bestätigen. Nach einem 7 -wöchigen Kretaaufenthalt (Südküste-dörflich)
    -seit mehr als 40 Jahren fahren wir dorthin- ist es auffällig das die Einheimischen immer noch sehr freundlich sind, aber zum Teil der Touristenflut nicht mehr gewachsen sind. Ein zusätzliches großes Problem ist die Zunahme von All-inklusiv-Urlauber.

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