Aus der Wirtschaft: Schweinepreise und so auf Kreta.

Es weihnachtet sehr – auch wenn das typische nord- und mitteleuropäische Weihnachts-Feeling bei sonnigen Temperaturen um die 20°C eher ausbleibt. Dennoch werden die Nächte ja doch kühl (sogar unter 10°C – brrrr!!!) und zu Silvester soll es – glaubt man den Vorhersagen – richtig fies werden, mit Temperaturen um die gefühlten 0°C und Nordwind mit Windgeschwindigkeiten um die 6-7 Bft inklusive!

Nun ja, die Holzvorräte für die Bolleröfen sind gesichert, die Gasflaschen für Herd und „Not“-Heizung sind auch noch gut gefüllt – fehlte nur noch der Einkauf der Vorräte für die Weihnachtstage (man will ja nicht am 24-sten mit all den verzweifelten Hausfrauen an der Kasse Schlang stehen….). Dafür hatte man bzw. Frau sich – die deutschen Gene lassen sich weder verneinen noch verdrängen – im Vorfeld schon mal so ein klitzekleines bisschen informiert.

Paleochora im Winter.

Vom letztwöchigen Ausflug zur OAED in Chania und damit verbundenen kulinarischen Highlight bei der Kouzina E.P.E. (eine der besten Tavernen Chanias), sowie einem kleinen Einkehrschwung zum deutschen Discounter auf dem Heimweg in Platanias, hatte man doch den Angebots-Flyer ebendieses Discounters für die Weihnachts- und Jahreswechsel-Tage mitgenommen. Naja, außer einem multifunktionalen Vielfach-Toaster für Sandwiches, Grillgut und Waffeln nix wirklich interessantes. Wobei – so ne Winterbettwäsche zu wirklich sensationellem Preis wär’s schon noch gewesen, aber dafür extra 120 km hin und zurück fahren. Och nöööööö…. Finden wir auch so irgendwann irgendwo –  und ist ja auch alles nicht so dringend.

Viel dringender war da die Frage nach dem Essensplan für die Feiertage…..

Okay, dann also auch noch den vom 14. Dezember bis 10. Januar gültigen Angebots-Katalog vom hier ortsansässigen SYNKA Supermarkt gekrallt. Hmmmm, durchaus nicht uninteressant, vor allem, was die Angebote der Fleischtheke (rangiert auf der Krüger’schen Wichtigkeitsliste gleich nach „Kaffee“!!!!) angeht.

Lamm am Stück.

Hui, da waren aber Schmankerl mit dabei – ein Traum! Da gab es natürlich das zum Weihnachtsfest unverzichtbare „Gourounaki“ – das Spanferkel (was aber gar kein richtiges Spanferkel ist, aber immerhin ein Ferkel. Naja, bzw. mal war….). Dann auch noch feine Köstlichkeiten wie „Pastroumas“ – das ist das griechische Pastrami – luftgetrocknetes Rindfleisch vom Stück, das Kilo zu €19,85. Da man davon eh nur ein paar ganz ganz dünne Scheiben isst, reden wir gar nicht über Kilos sondern eher über „200-300 Gramm Einheiten“, da kommt das mit dem Preis dann auch schon wieder hin. Ist ja schließlich auch Weihnachten!

Desweiteren wurde „Kavourmas“ angeboten, das sich der aufmerksamen Rheinhessin sogleich als eine Art Schwartenmagen offenbart hat. Untertitel des Kavourmas ist übrigens „Armenikos xoirinos“ – armenisches Schweinefleisch…. Also mit drauf auf die Einkaufsliste! Außerdem wurden „Moschari galaktos“ (also Milchkalbfleisch) zu €10,96/Kilo, „Black Angus Rind“ von der Schulter (€11,69 statt €14,81 pro Kilo) und Ribeye Steaks vom Black Angus zu €34,13/Kilo angeboten. Ach ja – und Schweinelende zu €7,92/Kilo war auch noch in der Schmankerl-Offerte mit drin!

Die Enttäuschung im Supermarkt

Nun stiefelte Scheffkochstudioredakteuse heute frohen Mutes mit dem Einkaufszettel in der einen, dem Angebotskatalog in der anderen Hand zum ortsansässigen SYNKA-Supermarkt. Mit dem traurigen Resultat, dass es immerhin die angepriesenen kleinen Kartöffelchen zu €0,44 gab, es an der Fleischtheke außer dem Ferkel und ein bisschen italienischer Bresaola (200 gr. zu €3,89) sonst gar nix aus dem Angebot zu haben war.

Die Erklärung des sehr netten, überaus bemühten und ob meiner Enttäuschung schier untröstlichen Schlachters war folgende: „Tja, das kriegst du halt nur in Chania in den großen SYNKA-Läden – wir kriegen davon hier nix ab!“. Ich vermute, dass er noch jetzt mit ebenso hängenden Ohren hinter seiner Theke steht, wie die, mit denen ich von dannen gezogen bin, aber das hilft dann auch nicht wirklich weiter.

Die Frau und Kinder des Schlachters.

Egal, ich war dann noch beim übelstgelaunten Schlachter des Ortes, der aber meist die beste Qualität überhaupt liefert (das ist der gleich zwischen dem Café „Cosmogonia“ und der Eisenwaren- und-sonstwasnoch-Händlerin Theopisti)  – et voilà – ein gutes halbes Kilo Schweinelende nennt sich seit dem mein Eigen und wird in allerkürzester Kürze verzehrt.

Fazit: lokaler Schlachter und Petrakis sind immer noch zuverlässiger, als griechische Supermarkt-Ketten-Ableger kurz vor Afrika. Lektion gelernt (mal wieder….).

Radio Kreta wünscht schöne und leckere Weihnachten!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte Anti-Spam-Sicherheitsabfrage beantworten: *