Chrissi – die Insel. Zutritt verboten.

Die Insel Chrissi ist der südlichste Naturpark Europas.

Sie liegt 8 Seemeilen von Ierapetra entfernt und ist ca 9 Quadratkilometer groß. Zu einem Drittel mit Libanon-Zedern bewachsen und ist damit der einzige Zedernwald dieser Art Europas. Die weißen Sandstrände, die reiche Flora und das Meer mit seinen tropischen Farben machen die Insel zu einem Naturparadies. Das Sammeln von Steinen, Fossilien, Muscheln, Flora- und Faunaarten ist nicht erlaubt.

Die Schiffsverbindung zur Insel beginnt Mitte Mai und endet Mitte Oktober. Um 10,30 Uhr legen die Schiffe in Ierapetra ab und kehren gegen 18,00 Uhr zurück. Die Überfahrt dauert ca 30 Minuten. Weitere Abfahrtzeiten in den Sommermonaten erfährt man vor Ort.

Es gibt auf der Insel eine gemütliche Taverne und die Möglichkeit, sich Sonnenschirm und Liege zu mieten. Ein wunderschöner Tagesausflug. Kleiner Tipp: Mit der „Nautilos“ nach Chrissi. Privatcharter in Ierapetra.

Die Insel Chrissi.

Die Natur auf dem kleinen Eiland Chrissi ist „dank“ tausender Touristen kaputt. Nun greifen die Behörden zu einer drastischen Maßnahme.

(dpa) – Die kretische Regionalverwaltung hat am Freitag, den 13.05.2022 ein Betretungsverbot für die eigentlich unbewohnte griechische Insel Chrissi („Die Goldene“) verhängt. 

Müll und Wassermangel

Ursache ist der Mensch: Die Sommerbewohner, die nach Behördenangaben in Zelten und selbst gebauten Hütten leben und sogar notdürftige Tavernen errichtet haben, zapfen das Grundwasser an, das später den Pflanzen fehlt. Sie verursachen Müll und haben sogar Fahrzeuge auf die Insel gebracht. 

16 Kommentare

  1. Die Gemeinde Ierapetra und Geschäftsleute laufen weiterhin Sturm, gegen den Beschluss, während der Touristensaison vom 1.5. bis 31.10.2022, der dass Ausschiffen von Besuchern von Touristenschiffen und Privatyachten auf der Insel Chrysi verbietet. Die Gemeinde Ierapetra hat dagegen Klage eingereicht.

    Die Gemeinde Ierapetra und der Bürgermeister stehen hinter den Geschäftslueten. Es geht um richtig viel Kohle, bei 2.000 Tagestouristen pro Tag in Spitzenzeiten.

    Es geht mal wieder nur um den Profit, die Natur wird total ausgebeutet und geht vor die Hunde.

    Ein totales Armutszeugnis der Gemeinde Ierapetra und vom Bürgermeister.

  2. Ich finde es gut dass die Insel gesperrt wird. Ich frage mich seit Jahren warum Chrissi eine Naturschutzinsel ist wenn man täglich hundete von Touristen dort hin bringt. Ich komme seit 1988 nach Ierapetra, damals ist man noch mit kleinen Schiffen auf die Insel gefahren.
    Dann wuden die Schiffe immer größer – na ja immer der Kommerz – den Hals nicht voll genug bekommen und die Natur muss darunter leiden 🙁

  3. Kalimera Caro,

    diese Fragen stellen sich hier viele und diese Fragen werden jetzt auch von DiEM25, KKE, und Syriza an die derzeitige Regierung gestellt. Auch der gute Herr Tatarakis, der sich ja immer damit brüstet, daß er sooo viel für den Tourismus macht (Strassen bis in den allerletzten Winkel bauen etc.) muss jetzt Rede und Antwort stehen und gerät mehr und mehr in Verlegenheit. Es haben ALLE gewußt und sich in Unwissenheit zu hüllen ist ja eine altbekannte Masche. Die Sinneswandlung von Tatarakis ist auch nur auf Grund der Öffentlichkeit erfolgt. Wir können nur hoffen, unterstützen soweit es geht und der Rest ist wohl abhänging von der Dicke des Fakelaki.

    Nein, ich bin nicht aus Wien, aber vielleicht lernt man sich ja mal kennen.
    LG
    Christa

  4. Liebe Christa,
    selbstverständlich habe ich die Petition sofort durch einen gewissen Verteiler geschickt 😉
    Für Ihre Information bin ich Ihnen unendlich dankbar ! Hätte das nämlich sonst nicht mitgekriegt, weil ich dieses Frühjahr nicht nach Kreta und Plakias fahren kann … .

    Ach, was fördert denn die gute EU alles ….
    Gruselbeispiel ist der Flughafen auf Kalymnos … , dann in der Pampa diverse Fussballstadien mit FLUTLICHT
    und jetzt ein Investitionsprojekt in einem absoluten Ausnahmenaturschutzgebiet !!!??!!!

    Wo bitte ist Herr Mitsotakis !!!!!??!
    Er ist Kreter und sehr mit seiner Heimat verbunden. Welcher seiner hohen Beamten hat sich über die kretische Administration einfach hinweg gesetzt und dieses Projekt abgesegnet ???!?!!! >:-(

    Welche „Informationen“ fehlen denn dem Regionalrat ? REICHEN nicht die ganzen genannten Stellungnahmen von all den akreditierten Institutionen und Fachbehörden ????!!!?!!!
    Lässt da Schilda vielleicht grüßen ?
    Gibt es in Griechenland auf einmal nicht mehr dieses Gesetz der Baueinschränkung allein im Sichtbereich von historischen Bereichen ? (z.B. Kato Zakros …)

    Ich bin gerade nur noch verzweifelt. Bitte, lieber Jörg, eröffnen Sie doch ein eigenes Thema zum Paligremnos !!!

    HG Caro
    P.S. Liebe Christa, sind Sie aus Wien ? Und kann es sein, dass wir uns letzten Spätherbst in Plakias kurz kennengelernt haben ?

  5. @ Caro:
    bitte an viele Freunde und Bekannte weiterleiten.
    Dieses Thema gehört ja nicht hierher und wird somit wohl von vielen nicht gelesen. Ich hatte zwar die Redaktion gebeten das als Artikel zu veröffentlichen, ist aber leider nicht passiert. Vielleicht ist meine mail nicht angekommen.
    Es werden noch mehr Unterstützer gebraucht!
    Leider hat der Regionalrat auf Grund fehlender Informationen den Antrag der Bürgerbewegung abgelehnt.

    https://www.goodnet.gr/news-item/den-egkrithike-to-psifisma-tis-laikis-suspeirosis-gia-ton-paligkremno-sto-perifereiako-sumboulio-logo-ellipous-enimerosis.html

    Das wird wohl ein langer Kampf
    LG

  6. Liebe Christa,

    Danke für diese Info und die Links !
    Habe die Petition natürlich gezeichnet.
    Wollen „die“ in Plakias tatsächlich ein zweites Chersonnissos machen ?!!?!!!
    Diese Entwicklung habe ich seinerzeit mitgekriegt als ich plötzlich das kleine Örtchen Stalis nicht mehr fand :-(((
    Bin erschüttert.
    Deshalb finde ich es gut, dass auf Chrissi der Riegel jetzt vorgeschoben wurde.
    LG Caro

  7. Das waren wohl eher nicht die Tagestouristen. Um einen Brunnen zu bohren, braucht man schon mehr als ein paar Stunden. Meiner Meinung nach waren das die Kreter selbst. Wie kommen die Ziegen sonst auf die Insel, die die kleinen Grünpflanzen fressen? Bestimmt nicht mit der Fähre oder mit der Yacht. Jahrelang wurde das wohl geduldet bzw. man (die Behörden) haben einfach die Augen zugemacht.
    Sabine

  8. Moin, die bei Touristen sehr beliebte Chrissy Island vor Ierapetra ist vom 1. Mai bis zum 31.Oktober für Menschen gesperrt. Ausflugsboote dürfen nur vor der Insel ankern.

    Die Schäden wären immens durch den Müll, das Anzapfen des Grundwassers und die sonstigen Auswirkungen der zig tausenden Touristen.

    (Quelle: Parakritikia vom 16.5.2022)

    Ta Leme, kv

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