Der Geburtsort der Olympischen Spiele.

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Die Welt schaut auf zu den griechischen Göttern. In ihrer Wiege liegen die Olympischen Spiele und begeistern seit jeher die komplette Menschheit. 

Die Olympischen Spiele in der antiken Zeit waren eines der größten und bedeutendsten Ereignisse. Sie galten als fester Bestandteil der panhellenischen Spiele. Auch zum damaligen Zeitpunkt wurden die Spiele alle vier Jahre ausgetragen, diese Zeitspanne wurde Olympiade genannt. Dazu nutzten die Griechen auch damals schon einen festen Ablaufplan. Für die Veranstaltung gab es keinen besseren Ort als den heiligen Hain von Olympia. Dieser liegt in der Landschaft Elis auf der Halbinsel Peloponnes. 

Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit fanden 1896 in Athen statt. Die meisten der damaligen Bestreiter waren zwar Griechen, jedoch haben sich auch einige Botschaftsangestellte sowie Wandersleute angeschlossen und nahmen teil. Die Spiele wurden über einen Zeitraum von 5 Tagen ausgetragen. Dies stammt noch von den antiken Olympischen Spielen, die im Jahre 472-400 v. Chr. stattfanden. In diesem Zeitraum betrug sich auch der Höhepunkt von Themistokles, der Sieger der Seeschlacht von Salamis wurde.

Fußball in der griechischen Geschichte 

Sport hat in Griechenland insgesamt eine große Bedeutung. Als die griechische Nationalmannschaft die Fußball-EM 2004 gewann, brach im Land eine regelrechte Euphorie aus. Da die Mannschaft vor dem Turnier als 100:1 Außenseiter gehandelt wurde, gilt dieser Erfolg bis heute als eine der größten Sensationen im internationalen Fußball. Heute ist es eher ruhig um die Mannschaft geworden. Für die letzte WM sowie die letzten beiden EMs konnte sie sich nicht einmal qualifizieren. Das wurde auch von Mavropanos Konstantinos in der Abwehr nicht verhindert. Der noch junge Spieler vom VFB Stuttgart kämpft aktuell gegen die Wettquoten der Bundesliga und sammelt dort Erfahrung für das nächste große Event. Vielleicht schafft es Konstantinos beim nächsten Turnier einen Unterschied zu machen. Doch Fußball ist nicht der einzige Sport, bei dem die Griechen ein wahres Händchen zu entwickeln scheinen. 

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Hochsprung – ein Sport der griechischen Götter?

Auch der Hochsprung gilt als klassische Disziplin der Leichtathletik zu den Spezialitäten der Griechen. Dabei versucht der Athlet beim Sprung über eine Latte die größtmögliche Sprunghöhe zu erzielen. Der Hochsprung ohne Stab war allerdings keine Disziplin der Olympischen Spiele der Antike. Für Männer ist diese Disziplin erst seit 1896 Teil der Spiele. Beim Sprung selbst überquert man die Latte mit dem Kopfende zuerst. Der Kubaner Javier Sotomayor gilt aufgrund seiner herausragenden Leistungen und Medaillengewinne bis heute als erfolgreichster Hochspringer aller Zeiten. 3-mal knackte er seinen persönlichen Rekord und stellte am 27. Juli 1993 den bis heute gültigen Weltrekord im Hochsprung mit einer Höhe von 2,45 Meter auf. In seiner Karriere gewann er bis heute 1 Olympiasieg, 2 Weltmeisterschaften im Freien und 4 in der Halle. Als eine andere Variante findet man bei den Olympischen Spielen den Stabhochsprung. Dabei versucht der Athlet die Latte mithilfe eines flexiblen Stabs zu überwinden. Auch diese Disziplin findet sich ab 1896 bei den Olympischen Spielen, wobei es Berichte aus der griechischen Antike gibt, die diese Sportart bereits erwähnen. Auf Kreta benutzte man lange Stäbe, um sich über Bullen schwingen zu können. 

Weitsprung – eine Klasse für sich 

Doch nicht nur der Hochsprung hat sich ab 1896 als olympische Disziplin bewährt. Auch der Weitsprung ist ab diesem Jahr für Männer als olympische Wettkampfdisziplin anerkannt. Dabei versucht der Athlet nach einem Anlauf mit einem einzelnen Sprung eine möglichst große Distanz zu überspringen. Der US-Amerikaner Mike Powell ist bis heute Weltrekordhalter mit einer Sprungweite von 8,95 Meter. Diesen Weltrekord stellte Powell am 30. August 1991 bei den Weltmeisterschaften in Tokio auf. Powell wurde 1991 und 1993 Weltmeister. Bei den antiken Griechen und den olympischen Spielen der Antike war Weitsprung übrigens ein Teil des Pentathlons, des antiken Fünferkampfes. 

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Basketball in Griechenland 

Griechenland ist zudem im Basketballfieber. Neben Fußball gehört Basketball zu den beliebtesten Sportarten in Griechenland. Dabei wurde Basketball nicht von den Griechen erfunden. Basketball kommt aus den USA und wurde vom kanadischen Arzt und Pädagogen James Naismith als Ballsportart für seine Studenten erfunden. Der Sport erfreut sich besonders in Amerika größter Beliebtheit. Für Griechenland kam der große Durchbruch dieser Sportart im Jahr 1987, als die griechische Nationalmannschaft die Basketball-Europameisterschaft für sich entscheiden konnte. Danach stieg die Beliebtheit des Basketballs eindeutig an, was sich bis heute auswirkt. 2005 gelang den Griechen ein weiterer Sieg bei der Europameisterschaft. Bei der EM 1989 und der Weltmeisterschaft 2006 holte die Nationalmannschaft immerhin die Silbermedaille nach Hause. Auf Vereinsebene konnten zahlreiche griechische Vereine eine Vielzahl von Titel in Europapokal-Wettbewerben sichern. Damit gehört Griechenland zu den erfolgreichsten Basketballnationen Europas. Fragiskos Alvertis (1986-2009) gilt mit 25 gewonnen Titeln, 5 Europapokalsiegen und dreifachem Tripel-Gewinn als erfolgreichster Basketballspieler Griechenlands. 

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Die Bedeutung der Olympischen Spiele in der Antike

Bereits die olympischen Spiele der Antike wurden in einem Turnus von 4 Jahren ausgetragen. Dieser Zeitraum beträgt immer 50 Monde. Die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen wurde Olympiade genannt. Aufgrund mangelnder Mobilitätsmöglichkeiten in der antiken Welt mussten die Athleten oftmals weite Strecken und Reisen in Kauf nehmen, um an den olympischen Spielen teilnehmen zu können. Die Teilnahme an den Spielen war dabei damals nur Männern vorbehalten. Die Spiele fanden in erster Linie statt, um Zeus den höchsten Gott in der griechischen Mythologie zu ehren. Am Ende des 6-tägigen Wettkampfes wurde der Gewinner mit einem Kranz aus Olivenbaumzweigen geehrt. Als eine der wichtigsten Disziplinen in der Antike galt das Pentathlon, der klassische Fünfkampf. Bei diesem Wettkampf mussten sich die Athleten in 5 klassischen Einzeldisziplinen miteinander messen: Diskuswurf, Weitsprung, Speerwurf, Lauf und Ringkampf. Für die alten Griechen waren die olympischen Spiele der Antike von größter Bedeutung. Auf der Spielstätte verbanden sich einerseits Sport, Kultur, Religion und Wettstreit. Andererseits galten die Olympischen Spiele auch als großes politisches Forum. Bei den Spielen trafen das Volk, politische Vertreter und Diplomaten aus allen Teilen der griechischen Welt aufeinander. Die Olympischen Spiele halfen den damals stark zerstrittenen Griechen, nach den Perserkriegen wieder zur Einheit zusammen zu finden. Im Jahr 394 n. Christus wurden alle heidnischen Zeremonien vom römischen Kaiser Theodosius verboten, die Olympischen Spiele eingeschlossen. Erst 1896 sollten die Olympischen Spiele nach Griechenland zurückkehren und ihre Bedeutung wiedererlangen. 

Die Rückkehr der olympischen Spiele nach Griechenland 

1894 kam ein Franzose Pierre de Coubertin auf die Idee, die antiken Sportwettkämpfe wieder einzuführen. Seiner Idee nach fördern die Wettkämpfe die Freundschaft zwischen den teilnehmenden Ländern. So wurde in Paris das Internationale Olympische Komitee gegründet und 1896 die ersten olympischen Spiele der Neuzeit in Athen abgehalten. Damals traten 262 Athleten aus 13 Ländern an. Bei den olympischen Spielen von Athen im Jahr 2004 waren es bereits 10.500 aus 202 Nationen. Die Olympischen Spiele gelten bis heute als sportlich bedeutendster Veranstaltungskampf und werden im 2-Jahres-Wechsel als olympische Sommer- und Winterspiele abgehalten. Tatsächlich wurden die Olympischen Spiele ganze 3-mal nicht ausgetragen. In den Jahren 1916,1940 und 1944 fanden aufgrund des ersten und zweiten Weltkrieges keine olympischen Spiele statt. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie wurden die olympischen Spiele von Tokio im Jahr 2020 auf das Jahr 2021 verschoben. 

Griechenland – Geburtsland von Demokratie, Wettkampf und Sonne

Den tatsächlichen Beginn der griechischen Antike datieren Historiker auf etwa 800 vor Christus. Griechenland wird dabei oft als frühestes Beispiel einer demokratischen Ordnung angeführt. Bereits im 5. Jahrhundert vor Christus entwickelte sich nach zähen Verhandlungen eine demokratische Ordnung, die es jedem Vollbürger der Stadt Athen ab seinem 30. Lebensjahr erlaubte, an politischen Diskussionen und Entscheidungen mitzuwirken. Auch die Entwicklung der Olympischen Spiele geht nicht nur auf eine rituelle und religiöse Ehrerbietung des Gottes Zeus zurück. Grundgedanke war, die damals zerstrittenen griechischen Diplomaten und das Volk an ein Forum heranzuführen, dass Wettkampf, Kultur, Religion und Politik miteinander verbanden. Schon durch die Aufteilung des Landes durch Berge, Täler und die vielen Inseln entstand kein Gesamtstaat, sondern viele kleine Individualstaaten. 

Im heutigen Griechenland ist es gerade diese Geografie, die das Land positiv beeinflusst. So zählt der Tourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle. Die griechischen Inseln sind eine der sonnenreichsten Regionen in ganz Europa. Allein die Insel Rhodos besitzt knapp 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Aber nicht nur an Sonne, auch an Kultur hat Griechenland eine Menge zu bieten. Antike Tempel wie die Akropolis, das Parthenon und Knossos laden zu einem Rundgang durch das antike Griechenland ein.Doch Kreta hat weit mehr zu bieten. Wem es neben dem Sport vielleicht nach etwas Kultur dürstet, der wird auf jeden Fall fündig. Neben lustigen Schauspielen, aufregenden Feierlichkeiten oder einem gemütlichen Dinner für zwei, ist alles dabei. So kann nach dem Sport neue Kraft für weitere Turniere getankt werden.

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