Griechischer Kaffee – Der Jungbrunnen.

Griechischer Kaffee schmeckt gut, ja, aber wie jüngste Forschungsergebnisse zeigen, ist er außerdem eine Art Jungbrunnen. Das berichtet die immer gut informierte Griechenland Zeitung.

Als griechische Wissenschaftler die Gesundheit Einheimischer der griechischen Insel Ikaria untersuchten, fiel ihnen auf, dass sehr viele von ihnen älter als 90 Jahre alt sind. Ihr hohes Alter schien auch etwas mit dem Konsum von griechischen Kaffee zu tun zu haben: 87 Prozent der Senioren konsumierten täglich drei bis vier Tassen davon. Diejenigen, die eine andere Art von Kaffee tranken, lebten nicht so lange.

Griechischer Kaffee enthält viele Stoffe, die die Herzgesundheit fördern – etwa Polyphenole, die die Arterien reinigen und so das Risiko von Herzerkrankungen verringern können. Die Endothelfunktion scheint durch die Endothelzellen, die in die Blutgefäße gelangen, verbessert zu werden. Die Zellen helfen bei Entzündungen und regulieren Blutdruck, Gerinnung und Transport von Materialien und weißen Blutkörperchen innerhalb und außerhalb des Systems. Stoffwechselanregend wirkt er auch: Eine Tasse des Heißgetränks beschleunigt ihn um bis zu 15 Prozent.

Kaffee ist ganz wichtig.

Manche behaupten, schon die Art und Weise griechischen Kaffee zu trinken, nämlich ganz langsam und in Gesellschaft von Freunden, würde Stress vermindern und somit das Leben verlängern.

Beim griechischen Kaffee wird gemahlener Kaffee zusammen mit Zucker (je nach Geschmack) oder auch pur („skéto“) langsam in Wasser erhitzt. Er wird mit dem Kaffeesatz serviert. Manche können daraus auch die Zukunft lesen …

Kaffee aus dem Briki

Ein echt griechisches „Briki“ (griechisch: μπρίκι), ein langstieliges Kännchen für die Zubereitung eines Mokkas, abgeleitet vom türkischen „Ibrik“ – also ein Töpfchen in dem der Griechische Kaffee zubereitet wird. Natürlich tut auch ein normaler Topf seine Pflicht, aber man will ja Griechischen Kaffee trinken, nicht bloß eine konzentrierte Koffeinbrühe. Bei dieser Zubereitung eines Kaffees handelt es sich wohl um die älteste bekannte Kaffeezubereitungsart. 

Ursprünglich wurde das Kännchen jedoch nicht direkt erhitzt (Herdplatte, Gasflamme), sondern in einem heißen Sandbett auf einer Feuerstelle langsam auf Kochtemperatur gebracht; eine alte Zubereitungsart, die in Griechenland schon seit einigen Jahren ein Comeback (mit eigens dafür hergestellten Elektroplatten mit Sandbett) erfährt. Der Kaffee wird auf diese Weise besonders schonend erhitzt und erfährt dadurch eine perfekte Entfaltung seines Aromas. 

Stilecht ist ein Briki aus inwändig verzinntem Kupfer oder Messing gefertigt. Üblicherweise ist auf dem Boden des Briki eine Zahl eingeschlagen, die angibt, für welche Tassenanzahl er bestimmt ist.

Gerüchten zufolge soll es am gesündesten sein, den Kaffee immer auf Kreta zu trinken.

Interessant: Die Kaffeekultur in Griechenland.

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