Hat Hanf Nutzen für die Ernährung?

Welchen Nutzen hat Hanf für die Ernährung?

Hanfsamen, Hanföl und Hanftees finden sich mittlerweile auch auf Kreta in manchen Supermarktregalen. Das sorgt teilweise für Verwirrung da der Hanf in den Köpfen vieler Menschen vor allem mit illegalem Cannabis in Verbindung gebracht wird. Dabei ist Hanf in vielerlei Hinsicht eine Pflanze wie jede andere: Er eignet sich auch für die menschliche Ernährung und enthält verschiedene gesundheitsförderliche Bestandteile. Das ist auch einer der Gründe für das zunehmende Interesse am Hanf als Speisepflanze. Viele gesundheitsbewusste Menschen machen ihren Salat heutzutage mit Hanföl an oder streuen Hanfsamen in ihr Müsli. Welchen Nutzen sie daraus ziehen, wissen viele von ihnen allerdings gar nicht. Hier werden einige Vorteile des Hanfs in der Ernährung vorgestellt.

Hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren

Hanföl wird durch Kaltpressung aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist insbesondere wegen seines hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren interessant. Im Vergleich zu anderen Speiseölen enthält es besonders viel dieser essentiellen Fette, die unter anderem als entzündungshemmend und lipidsenkend gelten. Darüber hinaus enthält Hanföl weitere Nährstoffe und kann etwa zur Versorgung mit Vitamin E beitragen. Weil Hanföl bei hohen Temperaturen instabil ist, sollte es allerdings nicht zum Braten verwendet werden. Dafür kann es auf vielfältige Art in der kalten Küche eingesetzt werden, beispielsweise bei der Zubereitung von Salaten, Dips oder Kaltmarinaden. Wie andere Öle auch ist Hanföl sehr kalorienreich und sollte daher in Maßen verwendet werden.

Reich an Ballaststoffen

Ballaststoffe können vom Körper nicht verdaut werden und tragen daher nicht zur Versorgung mit Nährstoffen bei. Allerdings erfüllen sie eine ganze Reihe von Funktionen für eine gesunde Verdauung. Unter anderem regen sie die Darmtätigkeit an und erhöhen das Stuhlvolumen und können so Verstopfung verhindern. Außerdem helfen sie bei der Ausscheidung von Cholesterin und können so möglicherweise die Gefahr von Herzkrankheiten verringern. Ballaststoffe sollen außerdem der Entstehung weiterer Krankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Darmkrebs vorbeugen. Ungeschälte Hanfsamen bestehen zu rund 10-20 % an Ballaststoffen und selbst geschälte Hanfsamen enthalten immer noch einen hohen Anteil.

Viele Spurenelemente

Hanfsamen enthalten darüber hinaus eine ganze Reihe unterschiedlicher Spurenelemente. Schon ein Esslöffel der kleinen Körner deckt rund ein Drittel des Tagesbedarfs an Mangan, einem Mineral das in vielen anderen Nahrungsmitteln nur in geringen Mengen enthalten ist. Auch der Tagesbedarf an Magnesium wird durch einen Esslöffel Hanfsamen zu rund 10 % gedeckt. Magnesium ist unter anderem für die gesunde Muskelfunktion und das Immunsystem notwendig. Auch der Eisengehalt von Hanfsamen ist vergleichsweise hoch und kann zur Deckung des Tagesbedarfs beitragen. Schließlich enthalten Hanfsamen auch geringe Mengen der Mineralien Selen, Zink und Kupfer.

Viel pflanzliches Eiweiß

Hanfsamen haben auch einen hohen Gehalt an pflanzlichem Eiweiß. Daher werden sie unter anderem auch für die Herstellung von pflanzlichen Eiweißgetränken für Sportler verwendet. Besonders hoch ist der Eiweiß-Anteil bei geschälten Samen: Auf 100 Gramm kommen rund 30 Gramm Protein. Aufgrund der Zusammensetzung der Aminosäuren ist dieses Eiweiß zwar weniger hochwertig als das von tierischen Nahrungsmitteln wie Milchprodukten oder Eiern. Allerdings kann es trotzdem eine gute Ergänzung zu anderen Eiweißquellen in der Ernährung darstellen. Wem Hanfsamen schmecken, der kann sie also guten Gewissens knabbern.

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