Warum lieben wir Georgioupolis so sehr?

Zwischen Chania und Rethymnon liegt das malerisches Dorf Georgioupolis.

Georgioupolis ist ein Reiseziel, das besonders bei ausländischen und auch einheimischen Besuchern beliebt ist. Es verbindet die reizvolle Naturlandschaft mit der touristischen Infrastruktur, die alle Ansprüche an Schwimmen, Essen und Unterhaltung erfüllt.

Der Kreta-Liebhaber und talentierte Filmemacher Achilles zeigt uns in 10 Minuten das wunderschöne kretische Dorf.


Sieh es dir einfach mal an:

7 Kommentare

  1. Moin und Kalimera, unter Kreta-Freunden gibt es ja einige Orte auf der Insel die polarisieren: Plakiás, Frangokástello, Georgioúpolis……

    Bis 1906 hiess Georgioúpolis Almyropolis, nach dem Fluss Almyropolis. Davor war es lange Malaria-Gegend und Heimat von Piraten. 1906 wurde Almyropolis in Georgioúpolis (Georgsstadt) unbenannt, nach Prinz Georg, dem ersten Hochkommissar von Kreta.

    Das ehemalige Fischerdorf und Treffpunkt der Rucksacktouristen (80er Jahren) hat sich touristisch zu schnell negativ entwickelt. Immer mehr größere Hotels und immer mehr All Inclusive und Pauschalurlauber.

    Auch von der „gemütlichen ländlichen Atmosphäre“ (wo mit der Apokoronas Lakalanzieger, Reiseführer der Region wirbt), kann keine Rede mehr sein. Exopoli/Exopolis wird immer mehr zugebaut. Hier sind in den letzten Jahren über ein dutzend hochwertige Ferienhäuser/Anlagen endstanden und haben den Ort optisch verschandelt.

    Am langen Sandstrand Richtung Kávros, Kávros heisst jetzt Paralía Kournás haben sich in den letzten Jahren dutzende kleinere und größere Resorts und Luxus-Resorts angesiedelt, wie das Pilot Beach Resort. Der negative Höhepunkt ist die gigantische Resort-Anlage, Hotel Anemos Luxury Grand Resort. Das Bauprojekt war für mich der I-Punkt und hat den noch wenigen restlichen Charme von Georgioúpolis und Umgebung endgültig begraben. Ganz zu schweigen von der peinlichen Touristen-Bimmelbahn….

    Und der touristische Bauboom in Georgioúpolis und Umgebung geht ungebremst weiter, in Planung sind zwei All Inclusive 5 Sterne Luxushotel, daß eine mit Wasserpark. Beide Projekte sind vom Umweltausschuss genehmigt.

    Bei meinen besuchen in Georgioúpolis habe ich für mich festgestellt, daß ich in Georgioúpolis nicht das Gefühl habe an einem kretischen Ort zu sein. Durch den Süßwasserfluß/Hafen, den Eukalyptusbäumen, dem trostlosen Dorfplatz aus Beton mit dem Brunnen. Wegen dem Brunnen wird Georgioúpolis auch gerne Castrop-Rauxel genannt. Ein Kafenio suchte ich vergebens. Mir fehlt einfach der Charme in Georgioúpolis, der für mich so viele anderen Orte auf Kreta ausmachen.

  2. Lieber kokkinos vrachos, ich kann deiner Beschreibung von georgioupolis nur zustimmen.War letztes Jahr auf meinem Weg nach Chora Sfakia Gott sei Dank nur 2 Tage dort. Obwohl der kleine Hafen und die dahinterliegende Fischtaverne
    haben mir die Zeit ein wenig erträglich gemacht.
    Aber so schwinden sie dahin die Orte unserer Sehnsucht. Und nicht nur auf Kreta.

  3. Moin und Kalimera Mariela, ich war auch erst vor kurzem mit Freunden am Kaliváki-Beach, westlich vom Hafen. Diese Ecke von Georgioúpolis (Kaliváki-Bucht) mit dem eiskalten Fluss Gria Vlichada, dem Kap Drápano und der Ag. Kyriakis haben noch etwas ursprüngliches.

    Es ist natürlich alles Geschmacksache, mir gefällt Georgioúpolis überhaupt nicht, Tausenden gefällt Georgioúpolis und Umgebung. So ist das halt. Mich zieht es lieber in den Südwesten, in die Sfakia zwischen Frangokástello und Paleochóra.

    Ta Leme, kv

  4. Kalimela kokkinos vrachos, ich stimme Dir zu, Georgioúpolis ist eine Touristenhochburg geworden, von kretischer Lebensart und Ursprünglichkeit ist nicht mehr viel übrig geblieben. Leider.
    Nur gut, dass der Süden von Kreta noch nicht so gut touristisch erschlossen ist – hoffentlich bleibt das auch noch lange Zeit so …
    Wir fühlen uns am Lybischen Meer so richtig wohl, ob in Kato Zakros, oder Xerokambos, oder Lendas (!) über Sougia bis Paleochora.

  5. Guten Abend (gerade aus Georgioupoli),
    kokkinos vrachos das empfinde ich genauso. Ich war jetzt fünf Jahre nicht mehr auf Kreta/ in Geo und wünsche mir momentan eine Zeitmaschine nach 1992 ! Am schlimmsten finde ich die Ecke zwischen Corissa und Perastikos, mit einer Millionen Sunbeds gestapelt…
    Was sich ebenfalls prächtig weiter entwickelt hat, sind die angespülten Müllreste am Strand. 🙁 Das zieht sich momentan bis hinter das Pilot Beach, ist einfach nur traurig.
    Hoffe dass der Süden weiterhin verschont bleibt. Ich denke in Zukunft werden wir uns eher was in Palechora suchen und dann einen Tag mal in Georgioupolis verbringen.

  6. DANKE Angelos!! Typisch Deutsch! Zu hause ALLES bis ins letzte Detail gepllant, durchorganisiert und überreglementert. Aber im Urlaub soll alles schön ursprünglich, spartanisch und „wie früher sein“. Man muss auch anderen Völkern Entwicklung in wirtschaftlichen Belangen zugestehen. Und wenn es nur im Tourismus funktioniert, dann ist es halt so. Eure Innenstädte haben sich auch nicht nur zum Vorteil entwiclelt, obwohl Ihr andere Vorraussetzungen hattet. Und wem das nicht passt – hier noch ein Tipp: In Kirgisistan und Südossetien soll es noch sehr ursprünglich sein.

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