Ierapetra: Da haben wir den Salat!

Wenn einfach mal alles zusammenpasst.

Von Udo Röber.

Ort des Geschehens ist die Kalè Gastrobar direkt am Hafen von Irapetra. Das Restaurant verbindet  moderne Küche mit kretischen und mediterranen Einflüssen – und die Lage könnte für einen  Sommerabend kaum passender sein. Dann kommt der Summer Salad.

Die Kale Gastrobar in Ierapetra.Dreifarbige Quinoa, frische Kräuter, Garnelen, Orangenfilets, weiße Tarama-Mousse und ein  cremiges Sesam-Dressing. Ein kulinarisches Highlight. Dazu ein Chardonnay.

Zu diesem Salat passt ein Glas Barrique-Chardonnay von Efrosini, der mit der Eule Der Salat ist leicht, der Wein ist kräftiger, aber nicht schwer. Ein Zufallstreffer, wie er nur selten vorkommt.

Ierapetra – Europas Süden

Ierapetra liegt an der Südküste Kretas und gilt als die südlichste Stadt Europas. Das erinnert ein wenig an Key West und den Southernmost Point in Florida. Natürlich ist  Ierapetra nicht Key West. Aber das Gefühl ist vergleichbar: Weiter südlich geht es in Europa nicht.

Und statt des berühmten Sonnenuntergangs von Key West gibt es hier den Sonnenuntergang über dem Hafen von Ierapetra – nur mit weniger Spektakel.

Passt !

Wenn alles zusammenpasst

Vielleicht ist das der Grund, warum man sich später gar nicht mehr genau daran erinnert, ob es nun  die Garnelen, das Tahini oder der Chardonnay waren, die den Abend besonders gemacht haben.

Es war einfach die Kombination.

Manchmal passt einfach alles.

Ein Kommentar

  1. Moin, Ierápetra, die südlichste Stadt von Europa. Mit 12.000 Einwohnern (mit den Vororten 16.000), die größte Stadt Südkretas und der viertgrößten der gesamten Insel.

    Die heutige Stadt Ierápetra wurde an der Stelle errichtet, an der sich die antike Stadt Hierapytna befand. Vor dem heutigen Namen Ierápetra gab es andere Namen wie Kyrva, Kamiros, Pytna, Hierapytna. Die Lage von Hierapytna an der engsten Stelle Kretas war für für die Handelsgeschäfte der damaligen Zeit von strategischer Bedeutung.

    Ierápetra verfügt über einen der größten Gewächshauskomplexe der Insel und exportiert Gemüse, Obst und Blumen in verschiedene europäische Länder. Das ist mittlerweile die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Früher einmal war Ierápetra ein bedeutender Hafen für den Handelsverkehr mit Afrika.

    Ein besonders berühmter Mann ist übrigens seinerzeit auch einmal von hier aus in See gestochen: Napoleon I. In der Nähe des Venezianischen Kastells am Hafen kann man heute noch das Haus sehen, in dem er vor Antritt der Seereise nach Ägypten unerkannt übernachtet hat.

    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr (Stand Juni 2025)

    In Ierápetra gibt es ein kleines Venezianisches Kastell („Kalés“) aus dem 13. Jahrhundert n. Chr., das 2001 renoviert wurde und besichtigt werden kann.

    In der Altstadt (Kato Mera) gibt es an der Platía Tzami eine schöne restaurierte Moschee.

    Einen Besuch wert ist das kleine Archäologische Museum von Ierápetra.

    In Ierápetra ist jeden Samstag Markt von 7.30-12.00 Uhr beim Busbahnhof. Beim Busbahnhof ist auch ein Lidl.

    Ich bin im April 2022 einige male in Ierápetra gewesen. Die heutige Stadt Ierápetra, die Tradition und Moderne auf ganz besondere Weise miteinander vereint und ich habe in Ierápetra das typische kretische/griechische Gefühl wahrgenommen. Überall siehst du die Einheimischen mit ihren Pik-up und Mofas… In der Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen geht es ruhig und entspannt zu.

    Insgesamt ist Ierápetra weniger touristisch als viele andere Orte an der Südküste von Kreta. Touristen prägen deshalb das Stadtbild nicht so sehr. Des Weiteren sind es 100 Kilometer zum Flughafen in Heraklion, zu weit für die großen Reiseanbieter der Pauschaltouristen. Insgesamt ist Ierápetra somit weniger vom Tourismus beeinflusst als vergleichbare Ortschaften auf Kreta.

    Ierápetra wird auch die „Die Braut des libyschen Meeres“ (I nifi tou libykou pelagous – Η νύφη του Λιβυκού Πελάγους) genannt.

    Es ist eine angenehme und entspannte Stadt. Auf Grund der geografischen Lage auch im Frühling und Winter zu empfehlen.

    Das Klima ist (im Winter) an der Afrika zugewandten Südküste um einiges wärmer als im Inselnorden. Nicht umsonst stehen da ja auch die vielen Gewächshäuser, in denen Bananen, Tomaten & Co reifen.

    Ta Leme, kv

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