Endlich! Ein privater Schuster in Paleochora.

Manchmal werden kleine Gebete (oder Flüche und Verwünschungen) halt doch erhört. Denn wurde ich bisher gefragt, ob ich hier in unserem kleinen Dorf denn so gar nichts vermisse, fielen mir auf Anhieb nur zwei Dinge ein: ein Wochenmarkt und ein Schuster.

Das Geschäft läuft.

Wochenmarkt gibt es hier überhaupt nicht und auch für allfällige Schuster-Arbeiten muss man normalerweise nach Chania fahren. Da gibt es mehrere Schuster-Läden, der Schuster unserer Wahl ist links von der Markthalle (beim westlichen Ausgang raus, Treppen runter, zweimal rechts, einmal links, nochmal rechts und da dann auf der linken Seite) und wird normalerweise zweimal im Jahr von uns frequentiert.

Nämlich am Ende des Sommers, da werden dann die ganzen reparaturbedürftigen und -fähigen Sommer-Latschen dort hin gebracht; und am Ende des Winters, da werden dann die Sauwetter-Schuhe und -Stiefel generalüberholt. Ist aber halt schon irgendwie immer ein Driss, denn hinbringen und abholen sind ja jeweils eine kleine Weltreise für uns Bergbewohner – meist gelingt es zwar, diese Touren mit anderen Notwendigkeiten (der jährliche Gang zur OAED, Arztbesuche oder Käffchen mit Bekannten) zu kombinieren, aber dennoch – so ein Schuster hier im Dorf wäre schon schick….

Et voilà – unser lieber Vassilis hat uns neulich auch noch eine ganz andere Seite seines Allround-Talents offenbart. Nämlich die, dass er ziemlich professionell Schuhe flicken, Absätze reparieren, Schuhe neu besohlen, nähen und kleben kann – und es auch zu moderaten Preisen tut (hoffentlich liest das Finanzamt nicht mit. Vassilis macht alles „Schwarz“. Von 480€ Rente kann man selbst in Paleochora nicht leben).

Wir haben die Probe auf´s Exempel gemacht: Vassilis hat meine Lieblings-Sauwetter-Schuhe aus Dänemark geflickt und neu geklebt, des Scheffredakteurs schwarze Lieblings-Winter-Schuhe wurden mit (Continental-? Dunlop-?) Gummi neu besohlt – vermutlich werden unsere Treter uns nun überleben – eine 1A-Qualität!

Vassilis hat natürlich keinen Shop hier in Paleochora, er macht das alles zu Hause im stillen Kämmerlein, aber fangt ihn einfach auf der Straße, am Hafen oder im Kafenion ab und bringt ihm Eure Schätzchen zum flicken – Ihr werdet sicher ebenso begeistert sein, wie wir.

Radio Kreta – immer gute Informationen.

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2 Kommentare

  1. Moin und Kalimera Susanne, was denkst du sind die Gründe warum es in Paleochora keinen Wochenmarkt gibt?

    Ich denke auch, daß ein Wochenmarkt in Paleochora noch fehlt und sehr gut zum „Dorf“ passen würde.

    schönen Sonntag noch, kv

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