Warnung vor einem generellen BLACKOUT in Griechenland.

Das ist besorgniserregend.

Ein genereller BLACKOUT wird für den Hochsommer 2019 erwartet.

Das Stromnetz ist überlastet.

Das gesamte Stromnetz ist durch die schweren Unwetter im Winter stark geschädigt. Bereits am 22. März hat es einen dreistündigen BLACKOUT durch einen Generatorbrand in Heraklion auf der ganze Insel gegeben. Die Stromnachfrage ist durch den kalten Winter um bis zu 13% gestiegen. Das geht aus einen Bericht von KRITI24.gr hervor. Für den Hochsommer wird eine weitere Steigerung erwartet. Mehr Tourismus braucht auch eben mehr Strom.

Die veralteten Kraftwerke (die mit Schweröl und Kohle betrieben werden) können die geforderte Energie nicht liefern. Es wird über mobile Generatoren nachgedacht, die von Rhodos geholt werden könnten. Für 2019 wird ein Leistungsdefizit von 50 Megawatt erwartet, 2020 dann schon 100MW. Die Stromversorgung ist hier absolut uneffektiv, so das jedes Jahr ca. 300 Mio Euro Verluste eingefahren werden.

Ab 2020 soll Kreta an die Stromversorgung des Festlandes angeschlossen werden (Kreta und das längste Unterseestromkabel der Welt).

Alternative Stromversorgung durch Sonnen- und Windenergie (Kosten ca. 2.000€ pro Haus) ist möglich, wie unser Freund Markus in Kamilari nachgewiesen hat. Aber über solche Programme wird wohl erst 2050 nachgedacht.

Update 06.08.2019

Die Schulden sind erdrückend.

Energieminister Kostis Chatzidakis hat in einem Interview gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA vor einem möglichen Black-Out der staatlichen Stromgesellschaft Griechenlands (DEI) gewarnt.

Sein wichtigstes Anliegen sei es, die DEI „zu retten“. Falls der Koloss „in sich zusammenbrechen“ sollte, dann würde „auch das Land einstürzen“, so die warnenden Wort des Ministers.

Das Unternehmen hat Schulden von ca. 600 Millionen angehäuft.

Der Prozentsatz an erneuerbarer Energie liegt in Griechenland bei 2,9%.

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9 Kommentare

  1. Wie ignorant oder dumm muss man sein um die Potentiale an Wind- und Sonnenenergie nicht zu nutzen und stattdessen über ein „Verlängerungskabel“ nach Kreta nachzudenken.

  2. Warte immer noch auf den 7 stündigen Stromausfall wo bleibt er denn ???
    Ihr angewanderte deutsche Schlau und Panikmacher verzieht doch auf eine deutsche Insel

  3. Warte immer noch auf den 7stündigen Stromausfall
    Wo bleibt er den?
    Warum verzieht ihr deutschen Schlaumeier und Panikmacher nicht auf eine deutsche Insel
    Weiss warum…hier lebts sich für euch nicht schlecht

  4. Hallo miteinander . Ich nutz die Sonnenenergie seit 10 Jahren und mache 50 . . 90 % meines Bedarfs
    Die Rechnung bei DEH ist selten hoeher als 50 Euro. danke an die SONNE auf KRETA
    Gruss Hans Janka

  5. Ich unterhielt mich letztens mit einem Solar Architekten aus Athen, der hat nach zweijähriger Arbeitslosigkeit in Griechenland schließlich sofort in Schweden(!!!) eine Arbeit 1gefunden. Griechenland hat wegen der ganzen Schulden sein Potenzial nicht im Visier. Es ist sehr schade, aber die neue Regierung wird es noch verschlechtern.

  6. Ein Problem ist sicherlich die Misswirtschaft und Vetternwirtschaft bei DEI. Ein weiteres Problem ist sicherlich auch in der Teil-Privatisierung des staatlichen Energieunternehmen DAI. Das Gesetz zum Verkauf eines Drittels der DEI worde im Sommer 2013 vom Parlament gebilligt.

    Bislang ist der griechische Staat mit einem Anteil von 51 Prozent Mehrheitseigner der größten Energie-Versorgers im Land. DEI wickelt 99,5% der Energie ab, die Unternehmen und Haushalten zur Verfügung gestellt wird.

    Nach drei Privatisierungswellen und Lizensvergaben bis 2009 verlor DEI bereits über 250.000 Kunden an andere Energieversorgern. 2004 machte DEI noch einen Nettogewinn 560 Millionen Euro. Misswirtschaft und Vetternwirtschaft sorgten in den letzten Jahren für hohe Verluste und Schulden.

    Guter Hintergrundartikel von Ralf Kliche: „Privatisierungen – diesmal der Strom“
    https://griechenlandsoli.com/2017/03/31/privatisierungen-diesmal-der-strom/

    Die Privatisierung von Staatseigentum gehört zum Sparprogramm, das die Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zur Bedingung für umfassende Milliardenkredite gemacht hatte.

    Am 1. Juli 2011 gründete der Staat dazu den Privatisierungsfonds Taiped – nach dem Vorbild der deutschen Treuhandgesellschaft, die nach der Wiedervereinigung in Deutschland den Staatsbesitz der DDR privatisierte.

    Bis jetzt wurden alle Privatisierungs-Objekte weit unter Preis verschärbelt. Der Erlös der Privatisierung fliesst direkt in die Schuldenrückzahlung. Die Bevölkerung sieht nichts vom Geld. Die Gewinner sind jene, die sich griechisches Eigentum zu Niedrigpreisen aneignen und Zugang zu Monopolsektoren bekommen werden.

    Es handelt sich schlicht um einen umfassenden Ausverkauf nationalen Eigentums, von dem private und staatliche Unternehmen im Ausland profitieren.

    Ta Leme, kv

  7. Hallo KV,

    du schreibst „Am 1. Juli 2011 gründete der Staat dazu den Privatisierungsfonds Taiped – nach dem Vorbild der deutschen Treuhandgesellschaft, …“ und genau da liegt, wie du ja auch sagst, das Problem, denn die Treuhand war auch genau zu dem Zweck tätig: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

    Mehr zum Thema „Schandtaten der Treuhand“ kann man hier nachlesen:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=53595

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