Kreta: Durch felsige Schluchten und grüne Täler.

Die Touren durch Kreta führen in wilde Berglandschaften und an einsame Küsten.

Die Imbros-Schlucht

Die bekannteste Wandertour Kretas, bei der täglich tausende Menschen durch die Samaria-Schlucht stapfen, wurde in dem Buch, abgesehen von einem kleinen Hinweis, bewusst ausgespart.

Marie Luise und Gunnar Schuschnigg stellen in ihrem Wanderführer „Kreta“ (Michael Müller Verlag, 192 Seiten, 14,90 Euro) lieber die weniger frequentierten Regionen der Insel vor. In der Imbros-Schlucht, ebenfalls im Südwesten Kretas gelegen, ist deutlich weniger Betrieb, außerdem ist die 6,4 Kilometer lange Wanderung vom Dorf Imbros hinunter zum Küstenort Komitádes weniger strapaziös.

Die Autoren, die seit 1984 an der Südküste Kretas leben und dort ein Gästehaus betreiben, stellen insgesamt 35 Touren vor, die durch die schönsten Regionen der griechischen Insel führen. Darunter sind sowohl leichte Routen, die man locker in zwei bis drei Stunden bewältigen kann, als auch Tagestouren mit Strecken von zehn bis 18 Kilometern. Höhepunkt und eine echte Herausforderung ist die 32 Kilometer lange Hochgebirgswanderung durch die Weißen Berge nach Anópoli, bei der zwei Übernachtungen in Berghütten empfohlen werden.

Am Strand von Gialiskari.

Die schönsten Blicke bieten sich, wenn man eine Tour an der überwiegend felsigen Südküste Kretas unternimmt. Vorgestellt werden unter anderem die Routen von Sougia nach Agia Rouméli, die Strecke von Agia Rouméli nach Loutró und der von dort weiter nach Sfakiá führende Weg, der zum Teil spektakulär in den Fels geschlagen wurde.

Bei diesen drei Wanderungen genießt man immer wieder den Blick aufs Meer und gelangt zwischendurch zu einsamen Buchten. Dabei benutzt man den mal besser, in der Regel aber weniger gut markierten Fernwanderweg E 4, der von Kissamos im Nordwesten Kretas bis Kato Zakros im Südosten führt.

Es soll Menschen geben, die schon mal die gesamte Strecke zurückgelegt haben – dafür benötigt man aber mindestens vier Wochen. Karten, Höhenprofile, Hinweise auf Tavernen und Busverbindungen für An- und Abreise ergänzen die jeweiligen Tourenempfehlungen. Käufer des Buches können sich über einen Code die GPS-Tracks zu allen 35 Touren downloaden. 

Unbekanntes Kreta: Der wilde Strand von Domata.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte Anti-Spam-Sicherheitsabfrage beantworten: *