6,7R – Schweres Erdbeben in Griechenland.

Juskis Erdbebennews berichtet:

Ein schweres Erdbeben vor der Küste der griechischen Insel Zakynthos hat in der Nacht zum Freitag (26. Oktober) weite Teile des zentralen Mittelmeerraumes erschüttert.

Nach Angaben des griechischen Erdbebendienstes in Athen erreichte das Erdbeben Magnitude 6.6. Das Epizentrum lag im Ionischen Meer rund 30 km südlich von Zakynthos. Das United States Geological Survey (USGS) gibt das Erdbeben zunächst mit Magnitude 6.8 an.

Die Region des Ionischen Meeres ist besonders erdbebengefährdet. Dort verläuft ein tiefer Graben, wo die europäische und die afrikanische Kontinentalplatte aufeinandertreffen.

Im gesamten Süden Griechenlands waren die Erschütterungen stark spürbar. Besonders auf den vorgelagerten Inseln wie Zakynthos und auf der Halbinsel Peloponnes war das Erdbeben so stark, dass mit Schäden zu rechnen ist.

Schäden am Hafen in Zakynthos.

Auf der Webseite des EMSC geben Zeugen Intensität V bis VII an. Auch der Süden von Italien sowie die südlichen Balkanstaaten, unter anderem Albanien und Bulgarien, waren vom Beben betroffen. Dort ist allerdings nicht mit größeren Auswirkungen zu rechnen.

Eines der schwersten Erdbeben seit Jahren in Griechenland.
2018-10-26 01:06:05 5.0 37.39°N 20.81°E 10 C   Ionian Sea
2018-10-26 00:32:55 5.1 37.66°N 20.37°E 10 A   Ionian Sea
2018-10-26 00:23:11 5.1 37.39°N 20.93°E 10 A   Ionian Sea
2018-10-26 00:13:38 4.7 37.07°N 20.69°E 142 A   Ionian Sea
               
2018-10-25 23:09:23 5.5 37.37°N 20.58°E 10 A   Ionian Sea
2018-10-25 22:54:51 6.7 37.52°N 20.61°E 10 C MT Ionian Sea
2018-10-25 22:22:55 4.7 37.51°N 20.61°E 10 C   Ionian Sea

Es ist eines der stärksten Erdbeben in den vergangenen Jahren im Mittelmeerraum außerhalb der Ägäis.

Das Schüttergebiet umfasst ausgehend vom Epizentrum vor Zakynthos einen Radius von über 750 Kilometern. Selbst in der griechischen Hauptstadt Athen, der bulgarischen Hauptstadt Sofia und auf Malta wurden Menschen aus dem Schlaf gerissen. Selbst in Chania war das Beben zu spüren.

Weitere Schadensmeldungen gehen ein: So wurde auf Zakynthos das Kloster Strofades, eine beliebte Touristenattraktion auf der Insel, größtenteils zerstört. Der Turm sei eingestürzt. Das genaue Ausmaß ist aufgrund der Dunkelheit zur Zeit noch nicht bekannt.

Auf der Peloponnes-Halbinsel hat das Erdbeben ebenfalls zu Schäden geführt. Lokale Behörden melden, dass in Pyrgos ein Gebäude beschädigt wurde. Zudem bildeten sich Risse in einer Brücke in Kavasila.

Auch viele Touristen waren vom Erdbeben betroffen. Es gibt Berichte über Hotels auf Zakynthos, die evakuiert wurden, aber auch viele Urlauber freiwillig die Nacht im Freien verbringen. Schäden an Hotels wurden bislang allerdings nicht festgestellt.

Verängstigte Menschen stürzten zu Tausenden auf die Straßen und suchten Zuflucht in Parks. Viele wollten die Nacht in ihren Autos verbringen. Die Schulen werden am Freitag geschlossen bleiben und sollen von Statikern kontrolliert werden.

An der griechischen Küste wurde ein kleiner Tsunami beobachtet, wie das EMSC auf Twitter bestätigt. Die Veränderungen des Meeresspiegels wurden an einer Station in Katakolo (Festland) registriert.

Im Jahr 1953 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region und kostete fast 500 Menschen das Leben. Fast alle Ortschaften der Inseln Kefalonia und Zakynthos wurden damals dem Erdboden gleichgemacht.

Die Küsten des Ionischen Meeres sollten in den kommenden Stunden gemieden und Strände evakuiert werden!

Mehr Erdbeben Informationen:

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Wetter und Erdbeben?

Das Erdbebenrisiko auf Kreta.

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2 Kommentare

  1. Kalimera GR

    hoffe die Schäden halten sich in Grenzen. Hoffe es gibt keine Toten. Ich denke an euch alle und schliesse euch in meine Gebet ein.

    Herzliche Grüße

    Καλημέρα η Ελλάδα ελπίζει ότι η ζημιά είναι περιορισμένη. Ελπίδα ότι δεν υπάρχουν νεκροί. Σκέφτομαι όλους εσάς και σας συμπεριλαμβάνω στην προσευχή μου. Με εκτίμηση Pia Nachtsheim

    Pia Nachtsheim = Kphthmoydiarys

  2. Ich hoffe ,dass es bei dem einen Beben bleibt und keine Nachbeben kommen und den Rest zerstören, die einigermasen heil geblieben waren.
    Gott schütze euch!

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