Ein Flüchtlingslager auch in Rethymno?

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Griechenland.

Alle vorhandenen Flüchtlingslager sind komplett überfüllt. Besonders schlimm ist die Lage auf Lesvos. Nach Lösungen wird dringend gesucht. Anmietung von Wohnraum und Kasernierung sind nur zwei Möglichkeiten, über die offiziell nachgedacht wird:

Das Ministerium für Bürgerschutz ist an der Anmietung von Touristenunterkünften (leerstehende alte Hotelanlagen gibt es hier zuhauf) und Wohnanlagen für die Bedürfnisse von Drittstaatsangehörigen und Asylbewerbern interessiert.

Für Wohnanlagen wird gefordert:

Natürliche und angemessene Belüftung, natürliches Licht, frei von Feuchtigkeit, ausreichende Heizung und Kühlung, heißes Wasser, Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen. Küche, Toiletten, Schlafzimmer für angemessene Schlafbedingungen, minimaler gemeinsamer Essbereich. Ein einfacher Zugang für Menschen mit Mobilitätsproblemen ist wünschenswert.

Mietdauer: Sechs (6) Monate, mit der Möglichkeit einer einseitigen Verlängerung durch das Ministerium um weitere (6) Monate.

Die Flüchtlingskrise betrifft uns alle.

In den letzten Jahren waren in Griechenland acht geschlossene Flüchtingslager in Betrieb, und zwar in Tavros, Amygdaleza, Korinth, Paranesti Drama, Xanthi, Fylakio Orestiada, Moria auf Lesvos und Kos. 

Laut gesicherten Quellen hat das Ministerium für Bürgerschutz bereits ein Schreiben an das Ministerium für Nationale Verteidigung geschickt, in dem es vorschlägt, verlassene Lager oder andere militärische Einrichtungen umzuwandeln, um Migranten unterzubringen.

Eines davon ist die Kaserne des Infanterieregiments in Rethymno.

Sie liegt am westlichen Ausgang der Stadt. Um sie herum hat sich das alte Industriezentrum in den letzten Jahre gewandelt. Es sind luxuriöse Unterkünfte entstanden. Die Planung weiterer Luxushotelanlagen ist in vollem Gange.

Das Prima Plora. Gleich daneben sollen Flüchtlinge interniert werden.

Das Prima Plora sowie auch das Yialos Fischrestaurant zählen zu den gehobenen Adressen der Stadt.

Sind gespannt über den Aufstand der Kreter gegen diesen Vorschlag.

Am 07. Oktober in Heraklion.

Facebook Fan berichtet:

Kretas Freunde haben vor dem Spiel mit Korivos im Stadion von Saint Paraskevi ein Banner aufgehängt:

„Der Staat tötet, wir sind nicht an den Tod gewöhnt. Weder in Moria noch irgendwo anders. Solidarität mit Einwanderern / Heimatlosen.“

Im heutigen Spiel unseres Fußballspiels gegen Korivos zum 1. Spiel von Heraklion 3rd EPS hat sich unsere Mannschaft für die neuesten Ereignisse mit den Toten im modernen Konzentrationslager Moria eingesetzt. 

Im Fußballstadion von Heraklion.

Wir haben Solidaritätsbanner für die  Einwanderern aufgestellt und der Schiedsrichter hat sich geweigert, das Spiel zu beginnen, es sei denn, wir nehmen von der Tribüne herunter. Seiner Meinung nach enthält das Banner Inhalte, die gegen die „No politica“ -Regelung für die Stadien verstoßen.

Das Banner wurde nicht heruntergenommen. 

Solidarität ist unsere Waffe

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