Ein „Milliardär“ rettet Kretas Küsten vor dem Müll.

Eine einzigartige Müllsammelaktion fand die letzten Tage in Westkreta statt.

Initiator war Thanasis Laskaridis (griechisch: Θανάσης Λασκαρίδης; geb. 1952),  ein griechischer Reeder und Geschäftsmann.

Im Jahr 2016 gründete Thanasis Laskaridis die AC Laskaridis Charitable Foundation, eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, Partnerschaften aufzubauen und Programme umzusetzen, die sich auf Umwelt und Bildung in Griechenland konzentrieren.

Im Rahmen dieser Bemühungen nahm die MV Typhoon, ein ehemaliges Plattformversorgungsschiff, das zu einem Spezialschiff umgebaut wurde, im Jahr 2019 den Betrieb in den griechischen Meeren auf, um zu einer großangelegten Säuberung beizutragen. Küstenerforschung sowie Erforschung der Meeresverschmutzung an den Küsten und Gewässern von Griechenland in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen ist ein weiteres Ziel.

Die „Typhoon“ vor den Küsten Westkretas.

Mit modernen Navigationssystemen, spezieller Ausrüstung und entsprechend bemannten Schlauchbooten hat das Schiff die Küsten von Balos, Gramvousa, Falassarna und dem Golf von Kissamos gesäubert.

Das norwegische Schiff „Typhoon“ mit einer Länge von 72 Metern und einer Breite von 16 Metern, das ebenfalls an der Erforschung des berühmten Antikythera-Schiffswracks teilgenommen hat, ist ein ideales Boot, um die unzugänglichen Küsten Kretas zu räumen.

In den letzten Tagen hat das Schiff koordinierte Aufräumarbeiten in Balos, Falassarna, Gramvousa, dem Golf von Kissamos und Sfinari organisiert. Mit sechs Schlauchbooten machten sie sich auf den Weg an die Küste und sammelten alle Arten von Müll an Land und unter Wasser, wie im Video zu sehen ist.

Warum entsorgen die Menschen ihren Müll im Meer?

Die „Typhoon am Strand von Gialiskari bei Paleochora.

 

Eine tolle Aktion.

 

Die Müllsammler des Meeres.

Alleine 5 Tonnen Müll wurden im Raum Palochora/Kontouras seit dem 12. Oktober gesammelt.

Die geschäftsführende Direktorin der gemeinnützigen Stiftung Athanasios K. Laskaridis, Angeliki Kosmopoulou, wies unter anderem auf Folgendes hin:

„Leider ist Griechenland ein stark mit Kunststoffen belastetes Land. Dies ist in den Mittelmeerländern üblich, und bis zu einem gewissen Grad auch bei der Arbeit, die wir im Bereich der Müllabfuhr leisten, dh was wir an Land gut machen oder was nicht – dies ist etwas, was wir häufig im Meer finden. Aber es hat viel damit zu tun, wie wir uns ablehnen, manchmal zu nachlässig. Auf Kreta hat dies viel mit Meeresströmungen zu tun, dh mit der Geographie und Physiologie der Insel. Die Verschmutzung, die wir finden, ist also nicht nur absolut und die direkte Folge des Missmanagements eines Bürgers, der seine Zigarettenstummel wirft. Deshalb sehen wir so viele. Das heißt, die Abfallmenge, die wir in zehn Tagen gesammelt haben, übersteigt fünf Tonnen. Wenn man darüber nachdenkt, ist es eine riesige Zahl, aber es ist zu unfair zu glauben, dass dies mit Missmanagement in der Grafschaft zu tun hat. Sie sind seit vielen Jahren Probleme und Krankheitserreger, die ein breiteres Publikum interessieren und die wir gemeinsam heilen können.“ 

 

Mehr Info: Kreta und der Umweltschutz.

 

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