Pit erzählt: „Dank an Paleochora“.

Dank an Paleochora und an Radio Kreta.

Oft sind es bestimmte Orte, die uns nach einer langen, kräftezehrenden Krankheit, Kraft und Lebensmut zurückgeben. Es ist dann, als ob sich eine leere Schale langsam, aber stetig, wieder mit vielen süßen Früchten füllt. Orte, an denen all das Belastende von einem abfällt, und der Geist, nun wieder frei, sich mit wunderbaren Erlebnissen anreichert.

Das ist eine tolle Aufbruchstimmung, und man spürt das Geschenk für einen neuen, aktiven, jungen Lebensabschnitt. Und, wenn das im hohen Alter geschieht, dann ist es etwas ganz Besonderes.

Ich habe mit Paleochora einen solchen Ort kennengelernt.

Er war mein therapeutischer turn-around-point, ein Ort, von dem eine besondere Kraft ausgeht. Dort habe ich Menschen getroffen, die ähnlich wie ich empfinden und denen dieser malerisch gelegene Ort am libyschen Meer zu einem wichtigen Ankerpunkt in ihrem Leben geworden ist.

Was ist eigentlich das Besondere an diesem Ort Paleochora?

Ist es die einzigartige Lage, das gesunde Seeklima, die Freundlichkeit der Menschen, der morgendliche Blick auf die Bucht, das wunderschöne Farbenspiel der Berge in der Sonne und im Schatten, das sanfte Rauschen der Wellen, aber auch das Heulen des Windes in der Nacht, das erfrischende morgendliche Schwimmen und die Gymnastik im Sand, die langen Spaziergänge mit Mataki Suche am Strand, die stillen Orte für Meditation und Besinnung.

Die interessanten botanischen Exkursionen, der tägliche Gang um die Halbinsel, der Wechsel zwischen Sturm und Windstille auf beiden Seiten der Halbinsel, die gesunde kretische Küche, das heilende Klima im Frühjahr und im Herbst, die Treffen mit geichgesinnten Menschen, die schön gewachsene Gemeinschaft in unserem kleinen Hotel, das tägliche Anwachsen an Lebensaktivität, das Entstehen von neuen Freundschaften, das Gefühl einer Verbundenheit mit Menschen unterschiedlicher Nationalität, eine stetig wachsende Solidarität?

Tatsächlich ist es von allem etwas.

Ich bin dankbar, noch einmal in einen besonderen neuen Lebensabschnitt eintauchen zu dürfen. Aktiv zu sein im Alter, körperlich und geistig, das ist ein großes Geschenk, und, wenn es dann auch noch von bestimmten Orten gefördert wird, ist es schon etwas Außergewöhnliches. Daher mein Dank an Paleochora!

Schließlich aber das glückliche Zusammentreffen mit Susanne und Jörg von Radio Kreta. Voller Aktivität und Tatendrang hatte ich die Geschichte „Europa beginnt von unten“ geschrieben und war damit bei Jörg und Susanne auf großes Interesse gestoßen, sie gefiel ihnen und Jörg hat sie umgehend bei Radio Kreta veröffentlicht. Darüber war ich sehr erfreut, die Lust zu weiterem Schreiben hatte mich erfasst.

Bis dato sind es elf (11) Geschichten geworden. Natürlich ist es nicht bei den 11 Geschichten „Pit erzählt“ geblieben, und so habe ich inzwischen ein Buch über die „50 jährige Freundschaft“ mit meinem tschechischen Freund geschrieben, habe Tagebücher an meine Kinder und meinen Freund verschenkt, habe kurze Geschichten verfasst für den Deutschunterricht mit meinen syrischen Freunden, ein Bestimmungsbuch über die Frühblüher in und um Paleochora gezeichnet, und zu guter Letzt mit einem Freund ein Kinderbuch geschrieben, das ich diesmal für Susanne und Jörg als Geschenk mitgebracht habe.

Sie sind mitverantwortlich, dass ein solches Büchlein erscheinen konnte, denn meine Geschichten bei ihrem Radio Kreta waren die Initialzündung dafür, den Schreibstift als eins meiner zukünftig wichtigen Werkzeuge, neben meinen Malpinseln und Farben, weiterhin zu benutzen.

Daher mein Dank an Susanne und Jörg von Radio Kreta!

Ich freue mich auf ein Wiedersehen
mit Paleochora und den Freunden.
Yassas, Euer Pit

Hier findet ihr alle Geschichten von Pit Tönnemann.

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