Reisewarnung: Viele Schluchten auf Kreta unbegehbar.

Die Saison 2019 hat begonnen.

Die Insel füllt sich mit Touristen. Grade der April lockt viele Wanderer auf die Insel.

Doch viele Schluchten und Wanderwege sind nach den schweren Unwettern überall auf Kreta unbegehbar.

Das gilt nach Augenzeugenberichten auch hier für unsere Agia Irini Schlucht. Es drohen weiterhin Erdrutsche und Steinschläge. Der Fluß in der Schlucht ist voll mit Wasser und kann nur mit großem Risiko durchquert werden. Da kommen teilweise immer noch Felsen herunter, die Tonnen wiegen können. Die Topolia-Schlucht zum Beispiel ist vollständig zerstört und kann nicht mehr durchwandert werden.

Wanderer in der Samaria-Schlucht.

Auch mit besten Salomon Wanderschuhen und Jack Wolfskin Multifunktionsjacken ist man davor nicht gefeit. In vielen Schluchten gibt es auch keinen Empfang für das Smartphone. So kann im Ernstfall keine Hilfe gerufen werden und auch eine Standortermittlung gestaltet sich schwierig.

Wandern in den Schluchten sollte vor April auf jeden Fall vermieden werden. Ab 05. Mai erst wird die Samaria-Schlucht wieder eröffnet.

Die Natur braucht jetzt Zeit, um sich von den schweren Regenfällen zu erholen.

Wer trotzdem große Wanderungen unternehmen will, der sollte seinem Hotel oder Zimmervermieter Bescheid geben, wo er hingeht und wann er ca. beabsichtigt, wiederzukommen. Bei Nichterscheinen kann dann der Vermieter Hilfe rufen. 

Kleiner Tipp: Wandert am Strand entlang. Lasst Euch die frische Meeresluft um die Nase pfeifen. Kehrt in einer gemütlichen Taverne ein und geniesst bei diesem kühlen Aprilwetter einen warmen Rakomelo (Raki mit Honig).

Die Wandersaison beginnt – Der erste Vermisste auf Kreta.

8 Kommentare

  1. Hallo Jörg,

    wir bereisen Kreta von Ende Juni bis Mitte Juli. Die Tour soll von Heraklion über Matala (Peri) und den Süden Kretas bis in die Region um Chania führen. Lässt sich aufgrund der starken Regenfälle und der aktuellen Situation schon etwas über die Straßenzustände und die allgemeine Lage sagen?

    VG

  2. Kalispera Rene, von den beiden Regenunwettern im April waren hauptsächlich der Bezirk Chania betroffen. Beim Regenunwetter im April die Region um Sitia.

    Bis zum Sommer werden die Verantwortlichen versuchen alle Schäden zu beseitigen.

    Chronia pollá, kv

  3. Hallo Zusammen.
    wir sind am 23.4. die Imbros Schlucht gegangen. Es war möglich aber speziell im mittleren und unteren Teil, sehr viel Geröll, welches durch die Unwetter bis zur Strasse hinunter geschwemmt wurde. Mann muss schon bei jedem Schritt aufpassen, kaum glatt getretene Passagen. Mit festem Schuhwerk trotzdem zu empfehlen, aber zur Zeit keine leichte Tour wie sonst beschrieben.
    Grüsse
    Stefan

  4. 24.04. Mily- Schlucht.
    Mit geeignetem Schuhwerk ist die komplette Durchquerung möglich. Allerdings führt die Schlucht noch soviel Wasser, dass nasse Passagen eingeplant werden müssen. Die Stufen der Holzbrücken sind überwiegend weggespült und auch einige Wegstellen sind durch Geröllaufschwemmungen verändert, aber passierbar. Familien mit Kindern empfehle ich, die Flip-Flops (wie heute gesehen) im Hotel zu lassen und mit geeignetem Schuhwerk die Schlucht mit kleinen Kletterpassagen zu bewätigen.

  5. Hallo zusammen, wir wollen ab 6.5.19 eine Wohnmobiltour auf Kreta machen. Wir haben den Vermieter schon kontaktiert und unsere Bedenken geäußert, ob das wegen der Strassenverhältnissen überhaupt Sinn macht. Laut Vermieter kein Problem, nur im Südosten vielleicht problematisch. Kann jemand eine objektive Beschreibung der Lage abgeben. Danke !

  6. Kalimera

    Das Befahren der normalen Strassen ist ohne weiteres möglich. Auf Erdrutsche, Felsen auf den Strassen und Schlaglöcher muss geachtet werden. Mit etwas Umsicht kommt man gut über die gesamte Insel. Von Nachtfahrten ist allerdings abzuraten.

    Wir wünschen einen schönen Urlaub.

  7. 21.05.19: Soeben zurück von einer Wanderwoche auf Kreta. Samaria-, Imbros- und Irina-Schlucht sowie weitere Wanderrouten problemlos begehbar. Wanderschuhe so oder so empfehlenswert. Unwetter-Schäden sind vor allem noch an den Strassen in die Berge sichtbar, wo viele Hänge gerutscht waren und nun einstandgestellt werden. Mit dem Bus (KTEL) sind alle gewünschten Ziele erreichbar. P.Roth/Schweiz

  8. Sind derzeit auf Kreta und heute die Straße von Kissamos nach Elafonisi und zurück gefahren. Hier sieht man noch sehr viele Straßenschäden, auch abgerutschte Hänge usw. unser Ziel haben wir mit dem Auto jedoch problemlos erreichen können.

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