Video: Kreta im Urzeigersinn, von Kiefern zu Jahrhunderte alten Olivenbäumen.

Von Simon Spitzeder.

Orte, die wie Adlerhorste auf einer Begrippe thronen? Die Μεγαλονήσι, die große Insel, wie sie von ihren Einwohnern gerne bezeichnet wird hat davon jede Menge zu bieten.

Besonders anmutig klebt Pefki wie ein Raubvogelnest auf knappen 400 Metern im Berghang – ein beeindruckendes, einmaliges Bild. Wie das Land so die Leute. Pefki (Das Kieferndorf Pefki – Gässchen, Gelassenheit, Gartenlauben) scheint ein Quell ewiger Jugend zu sein. Ob es an der frischen Bergluft, der spürbaren Stille oder an dem kretischen „way of life“ liegt. Macht Euch am Besten selbst ein Bild.

Pefki oder Piperia im Südosten Kretas.

Einladend unter einem gigantischen Pfefferbaum empfängt die reizende Familie Eikosipentaki jeden ihrer Gäste mit einer extra Portion Warmherzigkeit. Traditionelle, Gerichte wie Wildspargel mit Eiern, frisch zubereitetes İmam Bayldi lassen einen das Wort Authentizität regelrecht durch den Magen gehen. Ursprünglicher geht’s nimmer! Qualität statt Quantität.

Die knapp 100 liebevollen Einwohner sorgen dafür, dass man sich im ganzen Dorf wie im eigenen Wohnzimmer fühlt. Kretische Gastfreundschaft vom Feinsten. Wie wär´s mit einem breakfast for champions in Makrygialos. Eine Wohlfühloase ist der winzige Fischerhafen. Das kleine, aber feine Pendant zu den Häfen in Chania und Rethymno empfängt jeden Gast mit offenen Händen. Die liebevoll bunt gestrichenen Häuser spiegeln das Gemüt der Bewohner wider. Life is a beach, aber wenn man dort ist 😉 Nahezu zwei Tage durchschlafen und danach Wunder vollbringen, hört sich interessant an, oder?

Der Asket Jerontojánnis – one man, one vision! Es hört sich wahrhaftig nach einer Bestimmung von oben an. Ausgerechnet während eines Gottesdienstes kam der Heilige in einer Kapelle des Klosters Kapsa in Lithines auf die Welt. In dem kleinen Gotteshaus wurde er wenige Jahre später auf den Namen Ioannis Vintsentzos getauft. Zu Ostern fließt der Wein wie flüssiges Gold in die Kehlen eines jeden Hellenen. Vielleicht war es a Glaserl zuviel, welches den Heiligen Josef in einen komaartigen Schlaf versetzte. Ins Paradies sei er 43 Stunden lang versetzt worden. Fortan, von den Ereignissen während seines Traumes überwältigt, entschied sich Jerontojánnis sein Leben ausschließlich Gott zu widmen.

Myrtos lautet das Zauberwort. Seid Ihr schon mal auf der Ionischen Insel Kefalonia gewesen? Schau ma moi, was der kretische Namensvetter zu bieten hat. Weiter geht´s ins Land von Milch und Honig. Die berühmte Hochebene von Omalos in den weißen Bergen hat eine kleine, nicht zu verachtende Schwester, unweit von Ano Vianos. Im Wildreservat Amiron sorgen die 11 Stavrakis Brüder für Fleisch, Milch-und Honigprodukte die nur einen Geschmack kennen – Natur pur! Selbstverständlich dürfen die Produkte auf keiner vernünftigen Hochzeit fehlen!

Vom prallen Leben binnen fünf Minuten in ein Geisterdorf? Kleines, sympathisches Dorf in prächtiger Lage inmitten von üppigen Grün. So hätte wohl eine Reiseführer den Ort vor einigen Jahrzehnten beschrieben. Heutzutage überschlägt sich das Netz mit Begriffen wie lost place, abandoned village oder ghost town. Unter all dem Staub, dem Rost und dem brüchigen Mauerwerk liegen sie, interessante Erzählungen ehemaliger Einwohner. Lust auf etwas Spuk? Jorgos, der über 30 Jahre auf Containerschiffen auf dem blauen Planeten unterwegs war, nimmt uns mit in eines der abgelegensten Klöster der Insel, das Kloster Nikitas bei Maridaki. Immer wieder gerät der Fischer ins Schwärmen: „Bring mich ans Ende dieser Welt und ich finde kein Wasser, dass sooo kristallklar und tiefblau ist wie jenes vor meiner Haustür.“

Von der absoluten Ruhe geht´s ins trubelige Marktreiben. Wo lernt man den Herzschlag einer Nation besser kennen als auf einem Wochenmarkt? Willkommen in Zentrum der Messara Ebene! Wenn es um Fleisch geht, lässt man am Besten die Bilder sprechen!

Gutes Fleisch gibt es beim Schlachter auf Kreta.

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